Der Klimawandel und seine Folgen betreffen uns alle

Die Zeit eilt.

Mit dem untenstehenden offenen Brief unterstützen und ermutigen wir die Schüler von Fridays for future in ihrem Schulstreik für das Klima. Offensichtlich muss die Zone der Artigkeit verlassen werden, um großflächig auf die verheerenden Folgen aufmerksam zu machen, wenn die Politik weiterhin die Zeit verschläft und keine starken Entscheidungen trifft, um die zerstörenden Klimaschäden aufzuhalten. Die Zeit eilt!

Das haben auch tausende von Wissenschaftlern bestätigt:

 https://www.zeit.de/2019/12/scientists-for-future-schueler-klimawandel-proteste-petition


Unser offener Brief vom 28. März 2019...

Liebe Schüler*innen von Fridays for Future!

 

Ihr seid Teil einer riesigen Bewegung. Hut ab! Ihr habt mutig und aktiv schon viel bewegt. Bitte, macht weiter!

Wir, die Evangelische Dorfkirchengemeinde Gatow in Berlin, bekunden hiermit, dass wir die Bewegung Fridays for Future unterstützen. 

Dieser offene Brief soll euch Mut machen, dran zu bleiben. Er ist aber auch ein Appell an die verantwortlichen Politiker*innen, dass sie sich ihres Auftrages besinnen, die Interessen der Bevölkerung zu vertreten, die ihnen durch die Wahl ihr Vertrauen geschenkt hat. Die Regierenden setzen unsere Zukunft aufs Spiel, indem sie ihre verbindlichen Zusagen zum Klimaschutz nicht genügend umsetzen. Der Protest von euch Schüler*innen ist mehr als verständlich. Ihr müsst miterleben, wie die verantwortlichen Institutionen beim Klimaschutz versagen. 

Wir unterstützen die weltweite Initiative Fridays for Future und schließen uns der Erklärung des evangelisch-lutherischen Dekanats in Schweinfurt vom 9. März 2019 an: „Die weltweite Kirche steht in der Verantwortung vor Gott und der Welt: Sie hat den Auftrag, diese Erde und die ganze Schöpfung zu bewahren und den nachfolgenden Generationen so weiterzugeben, dass auch sie gut und wohlbehalten darin leben können. … Alle wissenschaftlichen Untersuchungen weisen darauf hin, wie dringend jetzt drastische Maßnahmen zu mehr Klimaschutz umgesetzt werden müssen, um die Lebensgrundlagen der jungen Menschen für die Zukunft zu erhalten. … Es reicht offenbar auch nicht, auf freiwilliges Engagement einzelner zu setzen, sondern wir als ganze Gesellschaft müssen neue Prioritäten setzen. … Unser persönliches und privates Handeln, auch im Rahmen der Kirchengemeinden, ist ein wichtiger Beitrag. Aber ohne die Weichenstellungen der Politik wird keine nachhaltige Wende möglich sein.“ https://www.schweinfurt-evangelisch.de/churchforfuture

Wir bedauern, dass in der Öffentlichkeit zu viel über die Frage des Schulschwänzens geredet wird und dazu oft recht einseitig. Wenn die Politik „ihre Hausaufgaben macht“, dann können die Schüler wieder beruhigt in die Schule gehen. Nehmen wir also die Jugendlichen ernst und die uns übertragene Verantwortung für die Schöpfung wahr! „Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte.“ (1. Mose 2,15).

 

Gatow, den 28.03.2019

 

Initiatoren:

Aktionsgruppe Church for future Berlin und ev. Dorfkirchengemeinde Gatow

vertreten durch Sabine von Stackelberg, Andrea Gorys, Marlene Beilig-Eckart, Undine Schulte-Tornay, Helmut Schimek, Günter Schulze, Christa Nieding, Günter-Fritz Heinisch, Pfarrer Mathias Kaiser

Mitunterzeichner:

  • Ev. Wichern-Radelandgemeinde
  • Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde in Berlin Spandau
  • Synode und Kreiskirchenrat des Ev. Kirchenkreises Spandau
  • Ev. Zuflucht-und-Jeremia-Kirchengemeinde
  • Ev. Kirchengemeinde Kladow
  • Ev. Kirchengemeinde Am Groß Glienicker See (Schilfdachkapelle)
  • Ev. Kirchengemeinde zu Staaken, Berlin Spandau

 

Schließen auch Sie sich gern diesem offenen Brief von church for future an. Schreiben Sie uns eine Mail und wir setzen Ihren Namen unter die obige Liste

 

Kontakt:

Pfarrer Mathias Kaiser

kaiser.mathias@web.de

 

Undine Schulte-Tornay

schulte-tornay@dorfkirche-gatow.de

0173 3436650


...und als Folge daraus dieser Artikel:

Ausgabe vom 28.4.2019 / Nr. 17